ich bin neu hier. Mir fällt es nicht leicht, hierüber zu schreiben, aber ich brauch einfach eure Ratschläge und Tips!
Es ist folgendes:
Aufgrund einiger sehr negativer Ereignisse in der Vergangenheit , leide ich schon seit längerem an Depressionen (nehme seit fünfeinhalb Jahren Antidepressiva, Paroxat), gelte bei der Krankenkasse als chronisch krank wegen Depressionen).Diese waren mal besser mal schlechter. Ich schafte es trotz allem irgendwie, mein Studium zu beenden. Als ich dann trotz zahlreicher Bewerbungen keinen Job fand, ging es mir schon schlechter. Ich mußte mich arbeitslos melden, direkt nach dem Studium. Dann fasste ich den Entschluss, mich selbständig zu machen. Dies bin ich im Moment noch, aber da dies nicht reicht, werde ich vom Arbeitsamt aufgestockt. Bei dem letzten Gespräch beim AA hieß es, wenn die selbständigkeit nicht in ein paar Monaten deckend läuft, muß ich was anderes machen.
Das Problem ist nur, ich fühle mich nicht in der Lage, die selbständigkeit weiter auszubauen. Ich habe teilweise Angst zu telefonieren, erledige was geht über Email, habe an manchen Tagen Angst aus dem Haus zu gehen, trotz Tabletten!Manchmal trau ich mich nichtmal mehr Autofahren, obwohl ich dies immer sehr gerne tat. Jetzt habe ich riesige Angst, wenn das nicht läuft, dass ich was anderes machen muß! Was ich einfach nicht kann! Ich habe nur Angst!!!!
Ich weiß nicht wie ich das erklären soll, da wahrscheinlich jeder denkt, ich hätte sie nicht mehr alle, oder ich bin nur faul, aber das stimmt nicht!
Ich habe mir jetzt überlegt, einen Rentenantrag zu stellen. Natürlich nur vorübergehend. Meine Hoffnung: Wenn ich mal zwei Jahre durchatmen kann, ohne gehetzt zu werden, vielleicht werde ich dann meine Ängste verlieren, und kann wieder normal arbeiten. das muß doch irgendwie möglich sein!
Jetzt meine Fragen an euch:
Wer hat Erfahrung mit sowas?
Ich habe überhaupt keine Ahnung!
Wie muß ich vorgehen?
Wo stelle ich so einen Antrag?
Wie mache ich das?
Welche Rolle spielen die Ärtzte?
Muß man eine gewisse Weile krankgeschrieben worden sein?
Wie läuft sowas überhaupt ab und wie stehen die Chancen?????
Ach ja, ich bin erst 28, darum ist mir die sache auch so peinlich!
Ich bin wirklich für jede Info sehr dankbar!!!!
Bitte helft mir, ich weiß echt nichtmehr weiter!!!!
Danke!!!!
Es soll Dir überhaupt nicht peinlich sein, dass Du hier bei uns um Rat frägst, und auch nicht, dass Du an Aengsten/Depressionen leidest. Krankheiten sind nichts Peinliches, auch die psychischen nicht.
Nun weiss ich halt garnicht, wo Du wohnst ob in D, A oder CH. Die Vorgehensweise in Sachen IV-Antrag sind vermutlich unterschiedlich von Land zu Land.
Ich wohne in der Schweiz....und kann Dir einfach mal erzählen, wie es bei mir war. Mich hat damals vor ca. 10 Jahren der Sozial-psych. Dienst bei der IV angemeldet. Ich musste einige Formulare ausfüllen - vor allem auch alle krankheitsbedingten Ausfälle, Klinikaufenthalte etc. angeben, und dazu die nötigen Unterlagen mir beschaffen und dazulegen: von der Klinik, den div. Aerzten/Psychiatern die ich schon konsultiert hatte. Meine Liste war so lang, dass der dafür vorgesehen Platz auf diesem Formular nicht ausreichte, ich musste noch ein Extra-Blatt dazulegen.
Nach wenigen Wochen musste ich dann zu einer Vertrauensärztin der IV....und bald darauf bekam ich den Bescheid, dass ich Anspruch habe auf eine IV-Rente.
Die waren wohl total froh, dass ich mich nicht schon früher angemeldet habe, denn ich war ja zu diesem Zeitpunkt bereits seit 10 Jahren nicht mehr arbeitsfähig. Mein Mann hat mich einfach mitgetragen bis es nicht mehr ging...das war auch in finanzieller Hinsicht eine ganz harte Zeit.
Falls Du in D wohnst, wird sich sicher auch noch jemand melden, der Dir dann jenes Anmelde-Procedere mitteilen kann.
Alles Gute Dir und ganz viel Kraft wünsche ich Dir auf Deinem Weg, und dass Du Unterstützung findest, damit Du Dir die Auszeit nehmen kannst, die Du brauchst um wieder gesund zu werden....Zotti
__________________
Über dem Nebel muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.... (Frei nach Reinhard Mey)
Hallo Gänseblümchen,
ich weiß zwar auch nicht genu, wie das alles funktioniert, aber mir geht es ähnlich wie dir. Ich werde in 3 Wochen von der Krankenkasse ausgesteuert, weil ich schon 1 1/2 Jahre krank bin. Im August habe ich einen Arbeitsversuch gestartet und bin jämmerlich von meiner Depression und Angst eingeholt worden. Bin dazu noch Borderlinerin. Zur Zeit bin ich in der Klinik.
Ich muss jetzt zum Arbeitsamt, weil mir trotz Kranksein Arbeitslosengeld zusteht. Ich habe Angst vor jedem Gang zu einem Amt und ich habe riesige Zukunfts- und Existenzangst.
Hast du schon mal daran gedacht, in eine Klinik zu gehen? Dort gibt es Sozialarbeiter, die sich mit solchen Dingen auskennen. Und deine Ängste und Depressionen könnten auch behandelt werden. In Frage käme vielleicht auch eine Tagesklinik, auch dort kennt man sich in Fragen Berentung ... aus.
Du könntest dich auch beim Sozialpsychiatrischen Dienst bei dir im Ort melden. Das gibt es eigentlich in jeder Stadt. Die helfen dir auf jeden Fall.
Dein Problem wird wahrscheinlich sein, dass es nicht so einfach ist, deinen Laden dicht zu machen, weil du in die Klinik musst.
Ich denke, bevor du Rente bekämst, müsstest du erst mal ne Reha machen und von einem Gutachter untersucht werden. Es gibt Rehamaßnahmen, in denen du erproben kannst, wieviel und was du leisten kannst. Das nennt sich Reha zur Teilhabe am Arbeitsleben. Das habe ich beantragt, aber es ist ein ewiges hin und her mit der Rentenversicherung. Mal sehen, ob das noch was wird. Ich möchte eigentlich arbeiten, habe aber auch zur Zeit nicht die nötige Kraft dazu.
Bei deiner Krankenkasse müsste es einen Berater der Rentenversicherung geben. Den kannst du auch aufsuchen und fragen.
Du kannst auch im Internet abrufen, welcher Rentenversicherungsberater in deiner Nähe ist. Den kannst du ja anrufen.
Mehr fällt mir dazu nicht ein. Ich hänge auch ziemlich auf dem Schlauch und weiß nicht was werden soll.
Ich wünsche dir erst einmal alles Gute
Sufus
__________________
Ein neues Leben kannst du nicht anfangen,
aber täglich einen neuen Tag.
m August habe ich einen Arbeitsversuch gestartet und bin jämmerlich von meiner Depression und Angst eingeholt worden.
Siehst du, davor hab ich riesige Angst!!! Vorallem auch davor, die können dich in jeden sch...-job zwingen, ohne rücksicht auf verluste....ich glaub ich würd eingehen....
Zitat:
Ich muss jetzt zum Arbeitsamt, weil mir trotz Kranksein Arbeitslosengeld zusteht. Ich habe Angst vor jedem Gang zu einem Amt und ich habe riesige Zukunfts- und Existenzangst.
bist du alg 1 oder 2?
diese Ängste habe ich auch!!!Es ist schrecklich!!!!Dem AA ist es sowas von egal, selbst wenn du draufgehst...
Zitat:
Hast du schon mal daran gedacht, in eine Klinik zu gehen?
Das ist was, was ich auf keinen Fall freiwillig will!!!!
Therapie ok, obwohl auch das mir schwerfällt, aber Klinik nein!
Zitat:
Ich denke, bevor du Rente bekämst, müsstest du erst mal ne Reha machen und von einem Gutachter untersucht werden.
Ja ok, aber wie komm ich an so nen Gutachter???
Was denkst du, wie stehen die Chancen?????
Danke für deinen Beitrag!!!!
Vielleicht kannst du mir ja noch antworten?
hallo gänseblümchen,
reha geht vor rente, sprich du wirst wohl oder übel vorher in eine reha müssen, wenn die rv überhaupt für dich zuständg ist.
ich weiß nicht wie lange du schon in die rentenversicherung eingezahlt hast, aber normalerweise, so wie es sich bei dir anhört, wirst du von einem gutachter evtl zeitliche au bekommen aber du wirst von hartz IV leben müssen.da die rv nicht zu ständig sein wird
ich selber habe mit ach und krach, die einzahlungszeiten geschafft ( bin ausgesteuert), wurde vom amtsarzt des aa direkt nach meinem klinikaufenthalt untersucht. dieser sagte mir, dass ich MIN 6 monate nicht arbeitsfähig wäre..erst dann kann man die rente beantragen
oder eben ganz allein,
aber vom aa her, erst nach diesem bescheid
ich musste dann zu einem gutachter der auch klinikberichte hatte und mich ausfragte..war aber nciht so schlimm, habe ich mir schlimmer vorgestellt und war es beoim 2ten mala uch so
allerdings hatte ich immer begleitung dabei.
meine erste rente lief über 16 monate , aus dem folgeantrag wurde eine unbefristete rente. jedoch wird auch dann ca alle 2 jahre, der arzt angeschrieben, wie es dir geht, ob evtl eine arbeitsfähigkeit abzusehen ist etc
was du evtl machen kannst um genauere informationen in deinem fall zu bekommen ist zu einer zweigstelle der rentenberatung gehen ( termin machen-gibt es in jeder größeren stadt) und nachfragen wie es laufen würde und wie die zuständigkeiten sind
__________________
LG Scherbe
Lebenszeichen Jedes Lächeln, jedes Wort, jeder Schritt, jede Träne, jedes Schweigen, jedes Zögern ist nur ein Tropfen im See des Lebens. Aber der große See besteht aus vielen kleinen Tropfen, von denen jeder einzelne bedeutsam ist
Diagnose: F43.1; F60.31; F33.2; X84.9; F13.1/2
Hallo Zusammen , komme aus der Ch und möchte gerne meine Geschichte Erzählen....
Ich bin Neu hier und bin sehr froh, dass ich nicht alleine da stehe mit den Probleme und Hürden mit der IV. Endlich habe ich es auch geschafft mich, an einem Forum wie diesem an zu hängen.
Seit über 7 Jahren bin ich wegen Krankheit Arbeitslos, bin mittlerweile Aus gesteuert und seit 4 Jahren werde ich von der Sozialhilfe Unterstützt.
Meine Geschichte;
Wahnsinn Rücken schmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein bis zum Fuss, Lähmung Erscheinungen.
Vor 9 Jahren fing alles an als ich während der Arbeit, vom Bücken nicht mehr selber hoch kam und die Schmerzen unerträglich wurden, musste ich wohl oder übel zum Arzt und im Nachhinein war ich auch sehr froh, dass ich diesen Entscheidenden Schritt gemacht habe, die Schmerzen hörten nicht mehr auf, Diagnose Arthrose im 4. + 5. ten Lendenwirbel
Die Rückenschmerzen die bis ins rechte Bein Ausstrahlt habe ich noch bis heute und bis heute bin ich zu 100% Arbeits Unfähig.
Weiteren Diagnosen; Arthrose an der Wirbelsäule, Gicht, Blutarmut, immer sehr Müde, über säuerten Magen, Depressiv, Angst Zustände, Wasser in den Beinen und Arme, Zuckungen im Kopf etc.
Die Medikation war dementsprechend, Morphium , Antidepressiva, Schlaf Medikament, Magen Tablette, Eisen Präparat, Entwässerung Tablette, Cortison Spritzen.
Es begann eine Zeit der Spirale die nie ein Ende finden wollte;
Sehr starke Depressionen, extreme Angst Zustände, Medikamenten Abhängigkeit, Selbstmord Versuche,
Vor 3 Jahren habe ich mich zum 1. sten mal bei der IV Angemeldet und ihr werdet es nicht Glauben aber es war wirklich so, während ich da bei der IV und die Formulare ausgefüllt und abgegeben habe, ging es es 20 min. und schon hatte ich den Vor Entscheid; IV Rente abgelehnt ! Erster Schock und ich verstand die Welt nicht mehr, weil ich der Meinung war, dass die IV, den Antrag überprüfen hätten müssten.
Natürlich machte ich Rechtsvorschlag aber selbst das nützte nichts obwohl aus Med. sowie aus Psychologischen Sicht, klar war. Ich habe sogar Rat bei einem Bekannten, der Anwalt ist, eingeholt der sich mit Sozial Versicherung Spezialisiert hat und auch er sagte, der Fall sei Klar,die IV habe viele Sachen Ausser acht gelassen und die IV hat sogar Behauptet, sie haben bei der Versichererung die mir das Taggeld Bezahlt haben Auskunft eingeholt, was hinterher festgestellt worden ist, dass das gar nicht gemacht worden ist etc.
Dieser Anwalt Unterstützte was und wo er nur konnte, setzte sogar mehrere Briefe auf, für den Einspruch aber die IV hat mich trotzdem abgelehnt.
Es folgte die 2. te IV Anmeldung und bin auch abgeblitzt.
Die Begründung war bei der 2. ten, dass ich versäumt habe, Ärztliche sowie Psychologische Berichte einzufordern sowie mich von Spezialisten Untersuchen zu lassen sowie auch einen Bericht einzufordern.
Wie konnte ich auch, nachdem ich die IV Anmeldung machte erlitt ich einen Rückfall, Depressionen und die Tabletten Sucht machte sich wieder bei mir Breit, da meine Schmerzen so unerträglich sind und zum anderen, man Glaubte mir nicht und die IV, machte klare Aussagen wie, ich sei ein Simulant etc., in Medzinischer Sicht aber ganz klar ist und ich spiele meine Schmerzen ganz sicher nicht vor im Gegenteil, ich würde alles geben, damit diese Schmerzen mal aufhören würden.
Das zog mich mich wieder herunter und ich konnte mich nicht weiter darum Bemühen, was die IV von mir verlangte.
Nun Lebe ich von der Sozial Behörde und das seit einigen Jahren und da die IV mir keine IV Rente Zahlen will, hat die Sozialbehörde, wieder einen Antrag gestellt aber ich bin mir da nicht sicher ob für eine Rente oder ob die Sozialbehörde bei der IV einen Antrag stellt, dass mir geholfen wird, dass ich eine Recht habe um Unterstützung um eine evtl. Eingliederung in die Arbeits Welt, denn ich musste eine Vollmacht sei es für den Arzt, sowie Psychologin in welchem sie Schreiben, dass ich zu 100 % Krank bin und wenn eine Eingliederung, dann müsste die ganz langsam und sehr, sehr Behutsam angegangen werden und zudem müsste geachtet werden, dass ich absolut nichts heben darf, sowie nicht lange, Sitzen und stehen und nicht lange laufen darf.
Ich habe Wahnsinnige Angst, so Angst, ich hatte noch nie so Angst vom Arbeiten die wollen, dass ich nach 7 Jahren Erwerblosigkeit und zu 100% nicht Gesund, wieder arbeiten .. Wie soll das gehen ? Ich schaffe gerade meinen eigenen Haushalt, wenn ich Abwasche muss ich es in 2 Hürden machen oder wenn ich Staubsaugen, zuerst ein Zimmer und 2 Tage später, dass andere Zimmer.
Durch die Schmerzen, Schlafe ich nur 3-4 Stunden, wie in aller Welt soll ich das Schaffen, kein Arbeitgeber auf der Welt will doch so jemand wie mich Beschäftigen. Ich weis nie, wie es mir am nächsten Tag geht, ich Lebe Tag für Tag oder besser gesagt, Stunden für Stunde.
Was ich früher in ein paar Stunden geschafft habe, brauche ich heute Tagen und manchmal kann ich gar nicht laufen, da meine Schmerzen mich daran hindern.
Hat jemand von Euch auch solche ähnliche Erfahrung mit der IV gemacht als Simulant hingestellt und weder Ernst noch Wahrgenommen wurde ?
Als ich in der Psychosomatik war habe ich die Erfahrung gemacht, dass alle arbeitsfähig entlassen werden. Das ist das Ziel des ganzen. Also wenn man es auf EU Rente abgesehen hat, bekommt man das nicht so leicht weil bei Depris musst du eigentlich was tun. Wenn du nur zu Hause sitzt und Rente beziehst, wird es dir eher schlechter, statt besser gehen. Der Therapieauftrag (so wird das genannt) ist eigentlich, dass die Kliniken, dich wieder hinkriegen,damit du wieder arbeiten kannst. Ich kannte eine, die hatte schon 5 Jahre nicht mehr gearbeitet und musste dann wieder ran. Weil sie arbeitsfähig eingestuft wurde.
Ich wohne in Deutchland.
Ich kannte eine, die hatte schon 5 Jahre nicht mehr gearbeitet und musste dann wieder ran. Weil sie arbeitsfähig eingestuft wurde.
Na, ich würde sagen, das kommt immer auf den Fall / den jeweiligen Menschen an.
Ich wurde nach der Klinik auch arbeitsfähig eingestuft, aber bin dennoch nicht in Arbeit - denn es gibt viele Mittel und Wege (Hilfe von aussen) um nicht gleich ins kalte Wasser geworfen zu werden.