ich mache gerade in NRW mein Referendariat. Da ich gerade eine mittlere Depression habe würde ich die gerne nicht nur mit Medikamenten sondern auch mit einer Verhaltenstherapie angehen.
Jetzt habe ich aber Angst, dass ich, wenn die Beihilfe und Krankenkasse das zahlen (die zahlen auch nur 20 Stunden), ich nicht mehr verbeamtet werde, weil Depressionen ja wieder kommen können....
Und die Therapie selbst zahlen übersteigt meine finanziellen Mittel erheblich!
Hallo SonnenscheinJ82,
die gleiche Frage beschäftigt mich auch schon seit langem. Ich wohne in Niedersachsen und durch das Stöbern in anderen Foren bin ich noch auf keine eindeutige Antwort gestossen. Mal heisst es, dass "psychisch kranke" ein hohes Ausfallrisiko darstellen und deshalb eher nicht verbeamtet werden, andererseits wird ja Menschen mit erfolgreicher Therapie nachgesagt, gewisse Kompetenzen erworben zu haben, die bei Krisenbewältigung etc hilfreich sein können. Du könntest bei der Amtsärtzlichen Untersuchung deine Therapie verschweigen. Das wird aber problematisch, wenn du in x Jahren irgendwann mal wieder Probleme hast, in Behandlung musst und die Behörde etwas erfährt. Dann kann dein Beamtenstatus aberkannt werden, du fliegst raus und verlierst alle Pensionsansprüche. Also ich würde das nicht unbedingt empfehlen, wer weiss denn schon was in 20 Jahren ist. Andererseits habe ich auch Geschichten gehört, dass Menschen mit Therapie bzgl. psychischen Problemen verbeamtet worden sind. Manchmal wurde auch nicht nachgefragt. Ich denke es kommt auch stark auf den EIndruck an, den du beim Amtsarzt hinterlässt. Wenn du da ängstlich, schüchtern etc. auftrittst wird er eher bedenken haben, als wenn du stark und selbstbewusst auftrittst und die Geschichte deiner Erkrankung erklärst wenn er danach fragt.
Und bitte verzichte nicht auf eine Therapie, Gesundheit geht vor!
Ich finde auch, dass die erworbenen Kompetenzen in einer Therapie wertvoll sind. Aber die Frage ist halt, ob die Amtsärzte das auch so sehen.... Da scheint es keine einheitliche Regelung zu geben
Wie hast du dich denn entschieden? Machst du eine Therapie?
jo, ich mache eine. hatte auch erst bedenken, aber ich denke mir die lebensqualität geht eindeutig vor. und darauf hoffen, dass es von allein weggeht wollte ich nicht. ich weiss, dass der finanzielle unterschied zwischen BAT und TvÖD sehr groß ist, aber wenn man keine Lebensqualität hat nützen einem auch 1000e von € wenig.
LG
piuuiuu
ich habe lange über deine Antwort nachgedacht....
du hast schon recht... aber ich habe Angst.... irgendwie bin ich hin und her gerissen....
Es würde bestimmt helfen... ahhhh....
wie lange muss man denn auf einen Termin für eine Therapie warten?
sorry, lang nicht mehr hiergewesen...
also ich selber musste ca. einen monat auf nen richtigen therapieplatz warten, aber ich habe nach meinem ersten anruf sofort einen ersten kennenlerntermin bekommen. Einfach mal bei örtlichen therapeuten anrufen und nachfragen.
und kopf hoch!