AW: Kann man als uni-polarer Mensch durch AD bi-polar werden?
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Zitat von frechekaren
Also habe ich es jetzt richtig verstanden, dass wenn man eine bipolare Störung2 hat z.B. nicht morgens Trevilor und abends Lithium nehmen darf, da dies kontraindiziert ist?
Nein, ist nicht kontraindiziert, weder bei Depressionen ohne Manien noch bei der Bipolar-I- oder II-Störung.
Bei Neigung zu Hypomanien oder Manien (egal ob unter AD-Einnahme oder auch ohne AD) ist es zumeist sinnvoll, ein AD kombiniert mit einem Phasenprophylaktikum einzunehmen.
AW: Kann man als uni-polarer Mensch durch AD bi-polar werden?
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Zitat von MelaNiete
Nein, ist nicht kontraindiziert, weder bei Depressionen ohne Manien noch bei der Bipolar-I- oder II-Störung.
Bei Neigung zu Hypomanien oder Manien (egal ob unter AD-Einnahme oder auch ohne AD) ist es zumeist sinnvoll, ein AD kombiniert mit einem Phasenprophylaktikum einzunehmen.
VG, Melanie
Und das hat eben mein Psychater machen wollen mit Litium aber das darf ich ja nicht nehmen, wegen der Schilddrüse. Er meinte dann schon, es gibt andere Phasenprophylaktiken, wir müssten mal sehen...
Dann fertigte er mich (im Oktober) mit: "wir sehen uns im Januar" ab. Damals hatte ich ganz eindeutig eine Depri-Phase und konnte mich nicht "wehren". Ich bin dann nur total fertig nach Hause und dachte, toll. Und er hatte ja gesagt, ich soll noch mehr mg von dem Trevilor nehmen, er wollte mich auf 225setzen. Das habe ich natürlich nicht gemacht. Damit ich noch hypomaner werde, wenn es das denn ist. *grummel*
Nachdem ich mich so eingelesen habe, fürchte ich fast, ich könnte bi-polar II sein. Ich habe auch nachgedacht, wie das früher denn so war. Und ja ich hatte -vor allem zwischen 16 - so 30- öfter mal Phasen, in denen ich wieder auf einmal "total gut drauf" war und alles klappte, ich viel Energie hatte, mehr soziale Kontakte, Tatendrang, Ideen (ich fing an Bücher zu schreiben, die ich dann nie beendete wenn das Loch kam) usw.
Ich hab das nur nie als krankhaft gesehen. Dachte in diesen Phasen immer, ich hätte die Depression jetzt endilch hinter mir gelassen und ich würde ja niie wieder depressiv werden.
Aber das Loch kam dann doch immer wieder.
Zuletzt -vor der Klinik im Jahre 2007- war ich nur noch depressiv. Ich war nur noch fertig.
Also könnte es sein, dass ich die Fragenkataloge eben nur als extrem depressiver Mensch beantwortet habe, der seit Jahren nix anderes als Depris mehr kannte. Und somit ist die bi-polare Störung damals nicht erkannt worden und ich wurde mit "rezidivierende depressive Störung" diagnostiziert.
Im Netz steht immer wieder, dass dies die häufigste Fehldiagnose sei bei bi-polar und dass eine bi-polare Störung oft erst nach mehr als 10 Jahren erkannt wird.
Also, ich kann es mir vorstellen, dass ich bi-polar II bin.
Auf der anderen Seite kann ich es auch sein, dass ich mir das alles nur einrede. Ich finde es "gefährlich" im Netz zuviel zu surfen nach bi-polar, weil dann redet man sich auch schnell was ein, findet ihr nicht?
Nun, ich werde es bald rausfinden. Habe ja am Freitag den Termin bei der neuen Neurologin.
AW: Kann man als uni-polarer Mensch durch AD bi-polar werden?
Ich wünsch dir viel Glück beim Termin am Freitag.
Ich habe auch den Verdacht auf Bipolar 2, ich hatte jedenfalls im Sommer eine ziemlich komische Phase, total überdreht, voll selbstbewusst, aggressiv, provokant, voller Energie, total hyperaktiv, schnell geredet, ich fühlte mich total cool, mein Musicstil wechselte von Melodic Death Metal zu Trance, was mir im nachhinein die meissten Gewissensbisse bereitete Halt total untrue
Und dann kam ein ziemlich tiefes Loch, eine Phase mit viel schlaf, selbstzweifeln, Antriebsverlust, Grübeln, Selbstmordgedanken, Hoffnungslosigkeit, Ängsten.
Ich handhabe es momentan mit meinem Hausarzt (jup kein Psychiater) so, ich nehme momentan "nur" 2 Antidepressiva, Cipralex und Wellbutrin, wobei Wellbutrin für mich mehr den Charakter eines Stimulans einnimmt, und ich habe für alle Fälle Valium und Seroquel gekreigt um mich im Falle des Falles einfach abzuschiessen, wenn ich selbst merke es wird zuviel. Bis jetzt kam es noch nicht dazu, aber falls ich die Notfallmedis brauchen sollte werde ich mich auch auf einen echten Moodstabilizer einstellen lassen.
Ich würde dir aber primär einfach mal zum Medikament Lamictal raten und Trevilor einfach niedrig dosiert weiterzunehmen. Und lass dir was mitgeben um dich abzuschiessen, Dazu eigenen sich atypische Neuroleptika und langwirksame Benzos hervorragend. Ich find den Punkt noch wichtig. Gibt mir persönlich ein besseres Gefühl.
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AW: Kann man als uni-polarer Mensch durch AD bi-polar werden?
Hallo Himbeer, danke für deine Antwort. Und ja, mir ging es im Prinzip genauso wie du es beschrieben hast.
Ein Medikament zum "abschießen", das bräuchte ich dringend. Hätte dann aber wieder Angst, süchtig danach zu werden.
In der letzten Zeit, wenn es gaaanz schlimm war habe ich mir abends eine Schlaftablette gegönnt. So nach 30 Minuten fing es an zu wirken und ich konnte ins Bett und mich dadurch also "abschalten" wie ich es immer nenne. Aber ich versuche das so gut es geht zu vermeiden.
Ich merke, dass ich vom Trevilor langsam runterkomme. Ich habe die letzten zwei Wochen stark runter dosiert. Ich hätte es nicht so schnell machen sollen, oft war mir schwindelig. Aber ich wollte nur noch runter vom dem Zeugs. So nahm ich statt meine 150 mg nur noch 75mg und das alle zwei Tage nur!
Für mich ist das Teufelszeugs. Und irgendwie ist es schon schlimm, dass man so schlecht Hilfe bekommt. Wenn ich denke, die letzten vier Wochen war ich total allein damit. Okay, ich hätte jederzeit zu meiner Hausärtzin gekonnt aber was soll die schon groß machen? So warte ich geduldig auf meinen 5.12. Termin. Schlimm. Ich fühlte mich so allein und hilflos die ganze Zeit.
AW: Kann man als uni-polarer Mensch durch AD bi-polar werden?
Also bei mir war das auch so. Ich hatte die Diagnose chronisch rezidivierende Depression, obwohl mich mein erster Psychiater schon als bipolar eingestuft hat (aufgrund einer Stimmungskurve, wos ziemlich auf und ab ging). Die erste und einzige Manie in meinem Leben hatte ich durch AD. Wenn bei Dir eine Manie durch AD ausgelöst werden kann, bist Du automatisch bipolar. Du grundelst ohne AD ständig im Tief herum mit heftigen Stimmungsschwankungen, was auch nicht lustig ist. DAs nennt sich dann BIP 3, so haben sie es mir im KH erklärt. Es gibt doch auch aber AD, die nicht so leicht manisch machen, bes. jene, die man abends nimmt und von denen man müde wird. Und Stimmungsstabilisatoren gibts auch andere!
Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Auch für Dich gibts eine optimale Medikation (+ Psychotherapie, das ist dann die superoptimale Kombination)