Depri.ch engagiert sich als unabhängige deutschsprachige Wissens- und Kommunikationsdrehscheibe zum Thema Depression - von Betroffenen für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Die Seite wird ohne kommerzielles Interesse als offene Online-Gemeinschaft betrieben und möchte zu einer höheren Transparenz und Akzeptanz in der Behandlung und Erkennung von Depressionen beitragen und für die Betroffenen eine Hilfe sein.
Akute Krisen und Suizidgedanken:
Bei akuten Suizidgedanken kann diese Webseite resp. deren Teilnehmer/innen nicht weiterhelfen. Wende Dich unbedingt direkt an deinen Arzt oder die Telefonseelsorge. (Schweiz: 143; 147 (Jugendliche) Deutschland: 0800 111 0 111/0800 111 0 222; Österreich: 142; 147 (Jugendliche)).
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Hallo, ich bin neu hier, ich nehme nun seit insgesamt 17 tagen cipralex, (2 tg. 5mg, 14 tg. 10mg, 1 tg 20mg)
kann es sein, dass trotz allem die wirkung irgendwie nicht angstlösend oder erleichternd ist ? bin immer noch sehr unruhig und nervös, habe schwindel und mir fällt es sehr schwer raus zu gehen. wann wird es endlich besser ?
kann man vielleicht imun gegen sein ? sollte ich noch was warten oder lieber das mittel wechseln ? bin ratlos
lieber gruss
liebe leute, nun ist der nachfolger meines kürzlich verstorbenen besten freundes bei mir eingezogen. obschon mein freund in jeder ecke und überall fehlt, obschon mein herz noch lange zeit um ihn weinen wird, bin ich froh, diesen schritt gegangen zu sein.
sie lenkt mich von meiner trauer ab, bringt ein stück freude in mein weinendes herz und zeigt mir, dass das leben weiter geht...
nun muss noch ein name her. es standen einige zur auswahl, zwei davon gefallen mir am besten.
- Atira (göttin der indianer)
- Kuma (mond, venezuelische mondgöttin der yaruro)
die entscheidung fällt mir schwer, aber einer davon solls werden. es ist ein dunkelgraues schäferhundchen. wäre super, wenn ihr mir wieder helfen würdet, diesmal bei der auswahl!
ich kann schon seit längerer zeit nicht mehr arbeiten, meistens nur noch kurz in einem arbeitsversuch, und dann scheitert alles wieder. seit ich schwere depressionen habe, und eine schwere borderline persönlichkeits störung, stresst mich das ganze leben.
sogar meine hobbys habe ich alle aufgegeben, weil ich es einfach nur noch als anstrengend empfinde. freunde will ich auch keine.
jetzt machte ich einen schritt, und ging in ein sport training. das ist jede woche einmal, und durch den winter sind kleine tourniere. das ist für mich eine riesen verpflichtung. obschon das nur freundschafts-spiele sind.
ich hatte jetzt nach dem ersten training die ganze nacht alpträume und konnte fast nichts schlafen. schon nur der gedanke daran, einmal in der woche regelmässig etwas zu machen, ist extrem belastend für mich.
auch alles was ich tue ist für mich ein "müssen"...
ich kann doch nicht für immer einfach "nichts" tun??!! wie finde ich wieder zurück ins leben?? mit freude und spass??
Dieses Thread richtet sich an alle, die wegen Depressionen Probleme damit haben, ihr Zuhause ordentlich und sauber zu halten.
Ich habe diese Idee in einem Diät-Forum geklaut... Es würde so aussehen:
Wir machen ein "Wettbewerb" - aber keine Angst, Gewinner oder Verlierer wird es nicht geben, da die Zeit nicht begrenzt ist...
Wir starten ein "Haushalt-Duell" oder "Haushalt-Selbsthilfegruppe"-Thread.
Wir stellen uns Aufgaben, die zu erledigen sind. Für erfüllte Aufgaben bekommen wir Punkte. Für manche wichtige Aufgaben (z.B. die Küche putzen), bekommen wir Minuspunkte, wenn wir es nicht schaffen.
Jede Woche vergleichen wir unsere Punkte. Im Thread können wir unsere Erfolge, Misserfolge, Herausforderungen usw weiter diskutieren (in konstruktiver Art und Weise, selbstverständlich).
Ich bin bereit zu versuchen, das zu managen (obwohl ich sowas nie gemacht habe... aber kann ja nicht schwieriger sein als die Bank im Monopoly, oder?... :D ). Aber nur wenn genug Leute sich hier melden... sonst lohnt es sich nicht. Details regeln wie später noch!
Wenn ihr eine Idee habt, wie der Thread heissen soll, her damit (bin selber nicht zufrieden mit meinen Vorschläge!).
Ich hoffe, ihr mögt die Idee! Mich würde es sicher motivieren, und auch helfen, mich zu organisieren (Aufgaben planen usw.).
Ihr könnt euch garnicht vorstellen wie die kleinen Racker mein Leben auf dem Kopf stellen!Sie heissen Lizi und Biene, Lizi ist das kleine schwarze Teufelchen.Es sind Fundtiere, Man hat sie als ganz kleine Babys gefunden und sie mussten ohne Katzenmama aufwachsen. Im Tierheim wurden sie aufgepäppelt. Als ich sie sah, engumschlungen in einem Käfig liegen war es um mich geschehen. Sie kommen aber nicht von der gleichen Katzenmama, man nimmt an, dass in etwa 3 bis 4 Monate alt sind.Es sind zwei kleine Freundinnen,es ist gut, dass sie zusammen aufwachsen, wenn sie sich begegnen hier im Haus stupsen sie sich freundlich an der Nase oder machen ein wildes Fangenspiel. Ich habe alles weggeräumt was nicht Nit und Nagelfest war. Meine Wohnung sieht kahl aus. Dafür liegt überall Katzenspielzeug herum und hin und wieder mache ich die Kistchen sauber, die Kleinen belegen das sehr oft!! :-Ich stehe morgens viel zeitiger auf, das ist eine gute Therapie für mich...meine kleinen Therapeuten sorgen schon dafür, dass ich in Bewegung bleibe und dass mein Gemüt durch ihnen viel heiterer wird! Morgen ist der erste Tierarztbesuch...och je, sie tun mir leid, weil sie gerade Vetrauen zu mir gewonnen haben...nun auch dieses wiederwerden sie sich denken......aber hinterher werden sie tüchtig verwöhnt. Ich w berichte euch immer wieder was meine Kitten so machen, ich denke da gibt es oft von ihren Schabernack zu erzählen. Ich freue mcih auch von anderen Katzenliebhaber zu lesen und Fotos zu bekommen!
Ich grüsse alle Katzenliebhaber(aber auch Hunde und sonstige Tierliebhaber) und solche die es noch werden wollen!(es lohnt sich) und vertreibt doch immer wieder dunkle Gedanken!
Vom Opfer zum Schöpfer - leben statt überleben ....Vom Hans zum Hanshans
Albert Einstein sagte schon: "Es ist reiner Wahnsinn, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert"!!!!Jeder hat alles in sich auch ICH (hanshans) ... möge es auch noch so verdeckt/versteckt sein...Dies sehe ich tagtäglich in meinem SEIN, wie die Menschen mit jedem Loslassen vom Alten immer mehr die Leichtigkeit des Seins erfahren und sich ihr Leben auf einmal immer mehr zum POSITIVEN hin verändert... ... Ich selbst gehe diesen Prozess schon seit vielen Jahren und kann nur sagen, dass sich im Gegensatz zu früher, die Dinge einfach und auf wundersame Weise fügen... dass Entwicklung und die Herausforderungen zwar nicht aufhören, dass es aber ganz anders verläuft wie früher ... heute frage ich mich: "Was hat das Ganze mit mir zu tun... was lehne ich ab (= mein Schattenanteil), was kann ich daraus lernen, was projiziere ich auf andere... etc. - das "krasse" Auf und Abhat aufgehört - anstelle dessen kam eine innere Ausgeglichenheit und Ruhe - heute höre ich nach innen und bitte zudem meine Höhere Macht um Hilfe ...und siehe da, schon ist es fast wieder vorbei ... es ist viel ruhiger undschöner geworden... ich ziehe damit ganz viele positive Dinge in mein Leben ...(im Nachhinein waren früher selbst die Hochphasen enorm anstrengend... und dann ging`s ja erst noch bergab... oh je....!)Mittlerweile "genüge ich mir selbst", nähre mein inneres Kind undversuch bei mir zu bleiben, auch wenn`s im Außen "stürmisch" wird ... DAS LEBEN ist einfach SCHÖÖÖÖÖN! Heute bin ich der Schöpfer und nicht mehr Opfer ... ich habe nur das BESTE verdient..!! Und ich bin unendlich dankbar - für alles in meinem Leben...selbst die Herausforderungen, denn sie sind immer eine Chance zur Weiterentwicklung... (und es macht mittlerweile sogar Spass...), denn jedesmal wenn ich entsprechend weitergegangen bin, wurde ich unendlich dafür belohnt..!! Die Engel sagen ja immer: " für einen Schritt von Dir gehen wir tausend Schritte..." Manchmal ist es so, dass ich bestimmte Dinge im Kopf habe, wie ich es mir vorstellen würde und kurze Zeitspäter komme ich "durch Zufall" damit in Berührung... das ist einfachunglaublich (leicht und wunderbar)... Die innere Führung ist einfach nicht zu übertreffen .. Hilfreich ist auch, wenn ich in unangenehmen Situationen zu mir sage: " es ist wie es ist ... es ist nicht gut, es ist nicht schlecht, es ist einfach..., auch wenn ich momentan den größeren Zusammenhang noch nicht begreife"... jetzt versuch ich einfach das Beste daraus zu machen ... (annehmen bewirkt Wunder und schafft Stabilität; zudem spart es eine Menge Energie - warum sollte ich gegen etwas kämpfen, was eh schon da ist.... ????) So werden aus Herausforderungen Chancen zur Weiterentwicklung ... ... und nicht die Geduld verlieren -denn : "der Weg ist das ZIEL.."!! D.h. mit jedem Schritt in die Authenzität kommt ihr Eurem wahrem Selbst wieder einen Schritt näher ...
Das SELBST ist unser ureigenstes Wesen, so wie wir sein könnten ohne unsere Masken, Rollen, Muster, GS... , welche wir uns alle selbst angeeignet haben. Mit jeder Schicht haben wir uns von unserem Selbst, unserem göttlichen ICH, unserer göttlichen Weisheit, unserem Geburtsrecht immer mehr entfernt... Damit sind wir in die Trennung (vom Göttlichen) gegangen ... dies bedeutet Schwere, Schmerz undLeid ... Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde; somit ist der Mensch ein göttliches, lichtvolles und vollkommenes Wesen ...Mit dieser Wahrheit kommen wir auf diese Welt und erst die Urteile anderer Menschen erzeugen in uns das Gefühl, ungenügend zu sein... Fangt an euch endlich wieder zu vertrauen..., denn nur im Einklang mit sich selbst kann man wirklich glücklich werden - seinem wahren Selbst mit jedem Schritt der Weiterentwicklung näher kommen ... Bedenkt aber, wer sich weiterentwickeln will muss erst einmal seine angebliche Komfortzoneverlassen... Wer sich aber einmal selbst gefunden hat, der kann nichts mehr auf dieser Welt je verlieren......!!!!
ja ich weis, viele denken jetzt, das liest sich so einfach, ich kann nur sagen es ist auch ganz einfach,ich durfte ein 12.schritt-programm kennenlernen die ich schon einige 24h(jahre) besuche, und das ist heute mein größtes Geschenk in meinem Leben(mein zu hause).Ich gehörte lange zu der Fraktion der Kopffüßler, und lebte in der Hoffnung, das es irgendwann doch mal anderes und besser wird, aber es passierte bei mir nichts, und ich drehte mich immer wieder im Kreis.
Meine Wiedergeburt oder mein spirituelles Erwachen schenkte mir meine Höhere Macht , in einer 12-Schritte-Klinik, als mir zum ersten mal im Leben ganz klar bewußt wurde , jetzt geht es um mein leben, keines meiner Überlebensmuster griff mehr, ich funktionierte nicht mehr, und dort traf ich zum ersten mal bewußt eine Entscheidung und betete : lieber Gott, bitte nimm mein leben, nimm mir das Leben, ich bin für alles bereit, ich vertraue mich dir an, ich kann nicht mehr! Alles ist besser wie, das was ich jetzt habe.
Nach diesem Gebet fühlte ich auf einmal ein kleines feuer in mir brennen, ich endeckte meine höhere Macht in mir, ich konnte eine leise Kinderstimme in mir hören,' Bitte lasse mich nicht mehr alleine',zuerst schämte ich mich und dachte jetzt werde ich auch noch verrückt,jetzt hört der hans schon stimmen...Ich ging aber ins vertrauen und offenbarte es einer sehr lieben Klinikschwester an. Sie freute sich auf einmal riesig für mich und sagte: das ich mein inneres Kind wiedergefunden habe und darauf wurde mir ganz warm und ich konnte zum erstenmal seit jahren wieder weinen, und fühlte meinen schmerz für den ich mich immer schämte und verachtete. Ich sagte dann auch noch ganz laut zu meinem kleinen Hans: nein ab heute lasse ich dich nicht mehr alleine, und werde so gut ich kann für dich sorgen und dich nähren...und das mache ich seitdem auf täglicher basis und mein leben hat sich komplett gewandelt, nur für heute.
Ich danke dafür, der KLinik in Bad Herrenalb, besonderes dem Walter Lechler (god bless you) und allen Lieben Menschen die zu meiner Zeit auch da waren,
Ich danke der ganzen NA-Gemeinschaft, meiner Höheren Macht, meinem Sponsor und allen die mich solange geliebt haben ,bis ich mich selber lieben konnte.
In Demut und Dankbarkeit
Hanshans ein dankbar, genesender Süchtiger
So, nun habe ich gedacht, dass ich doch einmal einen solchen Thread eröffnen könnte...
Ich habe im Moment das Problem, dass ich keinen Tag weiss wie es mir geht. Es ist ein auf und ab...
Heute geht es mir sehr gut, jedoch am Montag hätte ich am liebsten alles hingeschmissen.
Kennt das auch jemand ?
Wer Lust hat mitzuschreiben... nur drauf los... vielleicht ergeben sich ja sehr gute Kontakte.
Wenn der Thread ausartet oder bei euch nicht ankommt, kann er ohne weiteres gelöscht werden.
Und diejenigen sollen bitte nicht böse sein, wenn es schon ähnliche Threads gibt, aber ich finde es noch schön, wenn so ein harter Kern miteinander kommuniziert wie zum Beispiel im Thread "inandi sagt der sozialen Phobie den Kampf an".
Ich kann allerdings nur tagsüber schreiben, da ich nur während der Arbeit schreiben kann... hab zu Hause keinen PC, aber dafür können sich ja alle andere die mögen sich austauchen und evt. helfen bzw. unterstützen oder Hilfe holen.
Ich eröffne diesen Thread damit ich/und die anderen miteinander hier unterhalen können,
um sich näher kennen zu lernen, die Langeweile zu vertreiben oder sich austauschen
und am aller wichdigstens Spaß zu haben.
Ich hab schon in anderen Foren erfahrung mit solchen Threads gemacht und man kann dadurch ziemlich gut abschallten.
Ich lege keine Regeln fest da ich mir sicher bin das alles gesittet ablaufen wird.
Nun bin ich hier in diesen Forum gelandet und schreibe mir einfach mal von der Seele was mich bedrückt! Eigentlich möchte ich seit 2 Monaten eine Therapeutin anrufen um endlich einen Termin zu machen! Es geht nicht mehr so weiter! Ich sehe die Farben meines Regenbogens nicht mehr, es sind nur noch grau Töne.
Kein Rot für die Liebe denn immer wenn jemand dieses kribbeln entfacht lässt er mich fallen oder ich verschwinde in den Hintergrund weil ich Angst habe Gefühle zu zulassen.
Kein Orange mehr für die Lebensfreude, wo es spaß macht auf den Bett aufzustehen und einfach unbeschwert in den Tag hineinzuleben.
Kein Gelb mehr für die Wärme die durch einen fließt, ich spüre nur noch Kälte und Leere. Nichts was mich mit wärme erfüllt.
Kein Grün wie die Hoffnung. Ich habe keine Hoffnung das ich mein nicht Ziel sehe, das ich einen Job bekomme und das ich unbekümmert durch die Straßen gehen kann und nicht gleich überlegen muss was wohl die Leute über mich denken! Sie fehlt die Hoffnung
Kein Blau was die Farbe der Freiheit für mich ist. Ich fühle mich nicht frei, ich fühle mich wie zusammengeschnürt! Würde gerne wieder ins tiefe Wasser hinein und tauchen und alles vergessen und mich frei fühlen aber das geht irgendwie nicht.
Kein Lila, kein Spaß mehr mit Freunden weil ich mich nicht mehr traue sie zu fragen ob sie Zeit haben, denn sie könnten ja Nein sagen aber das machen sie nicht weil sie mich nicht mögen sondern weil sie keine Zeit haben und wieso geht das nur nicht in meinen Kopf rein???
Kein Rosa mehr, ich fühle mich nicht schön oder hübsch ich fühle mich fett und wenn nun jemand sagt dann tue was dagegen kann ich nur sagen es sind nicht nur die grau Töne die mich beherrschen sondern auch ganz viele Teufelskreise!
Manchmal würde ich gerne die Vergangenheit ausknipsen dann wäre ich vielleicht nicht so leer oder besser mit Zweifel und Ängste erfüllt! Vielleicht könnte ich dann endlich mich nicht nur dem i net öffnen sondern auch der Realen Welt! Das wäre richtig klasse mal den Telefonhörer in die Hand nehmen zu können und eine Freundin anzurufen und mit ihr zu reden oder auch mal die Leute aus dem I net treffen. Das mache ich komischer Weise nur mit denen wo ich weiß keine Gefahr, keine Gefühle in Spiel!
Wie in meiner Vorstellung schon erwähnt kommen gerade ganz viele Gedanken und ich fange an zu ertrinken ich weiß das ich sie nun alle hier niederschreiben könnte aber ich möchte sie für mich erstmal ordnen, vielleicht schreibe ich nachher weiter ….
habe mich eben frisch hier in diesem Forum registriert nach dem ich schon seit ein paar Tagen hier drin lese.
Hier meine kleine Vorstellung:
Seit der Geburt meiner Tochter Anfang Juni in diesem Jahr habe ich immer wieder ganz verschiedene Krisen und Attacken. Letzte Woche hat mich mein Mann auch in die Notfall-Psychiatrie begleitet wo ich eigentlich ein sehr gutes Gespräch mit der Psychiaterin hatte. Am Schluss hat sie mir auch ein Medi verschrieben, das ich aber bisher noch nicht genommen habe. Will mir da erst ganz sicher sein auf was ich mich mit diesen AD's einlasse. Ich habe diese Woche wieder einen Termin bei ihr, werde das Medi auch bei ihr noch einmal ansprechen.
Soli, jetzt lese ich mal weiter im Forum.
Ach ja, speziell wegen Wochenbettdepressionen habe ich hier bisher kein Thema gefunden?! Kann das sein? Hm, mal schauen vielleicht werde ich ja doch noch fündig. Und wenn nicht auch gut, denn wem wünscht man denn schon eine Depression egal welcher Art?!
Nach vielen Jahren war ich letzte Woche wieder im Haus meiner Kindheit.
Ich habe es mich viele Jahre nicht getraut, dorthin zu gehen, weil alles, was passiert ist, so stark mit diesem Haus verbunden ist.
Dinge wie
- ich bin eingesperrt
- ich bin ausgeliefert
- ich muss stark sein
- ich muss mich wie ein Schatten bewegen
- ich rieche ihn
- ich habe solche Angst
Aber nun habe ich es gewagt.
Die Tage davor waren schwer. Die Angst ist von Tag zu Tag gewachsen.
Der Tag vor der Hinfahrt, der Sonntag, war schlimm.
Ich war zeitweise fast gelähmt vor Angst.
Der Tag der Hinfahrt, der Montag, fing mit einer extremen Willensanstrengung an: Aufstehen, Auto einräumen, mich von meinem Mann und meinen Tieren veranschieden.
Es war, als würde ich mich für immer verabschieden, als würde ich sie alle niemals wiedersehen, als würde ich niemals wiederkommen, in dieses, mein heutiges Leben.
Mit jedem Kilometer der ca. 500 km langen Autofahrt ist meine Angst gewachsen. Ich spüre psychische Dinge sehr stark physisch. Ich hatte Magenschmerzen, Nervenschmerzen, Herzrasen, feuchte Hände, fast eine Art physische Erstarrung, das extreme Bedürfnis zu weinen und konnte es doch nicht.
Dann bin ich angekommen in der Stadt meiner Kindheit und Jugend. Aber ich habe es über eine Stunde nicht fertig gebracht, zu diesem Haus zu fahren, bin herumgekurvt. Hab mich schliesslich in die Strasse getraut und ausser Sichtweite angehalten. Habe gewartet, mit diesen seltsamen Nervenschmerzen, bei denen die Arme brennen als würden glühende Ameisen durch die Venen laufen.
Und bin schliesslich doch hingefahren.
Von aussen sieht das Haus noch genauso aus wie früher. Ich bin ausgestiegen und habe geklingelt. Genauso, wie ich es gelernt und viele viele Jahre lang gemacht habe: Die richtige Klingelabfolge und im richtigen Tempo, denn sonst hat Vater früher nicht aufgemacht.
Und dann standen sie da, alle beide:
Der Vater, der heute ein uralter, altersmilder Mann ist und der früher seine kleine Tochter angefasst hat, der geschrieen und geschlagen hat, der Säufer, der Patriarch, der Schläger.
Die Mutter, heute noch so ist wie frühe; eine uralte Frau, die seit ihrer Jugend nicht reifer geworden ist, die nur sich selbst sieht, die die Welt und ihr Leben hasst, die ihre Tochter nicht beschützt hat, sondern sich von ihrer Tochter hat beschützen lassen, die ihre Tochter manipuliert, eingesperrt und für ihre eigenen Bedürfnisse missbraucht hat.
Und sie freuen sich!
Ich gehe hinein in das Haus. Noch immer ist es eine Burg, die die Welt ausschliesst. Was Familie ist, geht nur die Familie an. Mit vergitterten Fenstern und diesen Vorhängen, die an allen Fenstern des Hauses in genau dengleichen Falten liegen müssen und die man niemals aufziehen darf.
Alles sieht hier so aus wie früher: ein Museum, vollgestopft mit alten Möbeln und Teppichen und Bildern und Engeln. Alles steht und liegt immer an seinem Platz. Nichts ist hier zufällig. Denn dies ist seine Welt, in der er Gott ist. Hier bestimmt er, was wo seinen Platz hat, nicht nur die Menschen, auch die Dinge.
Es riecht schlecht, er und sie riechen schlecht. Wie immer schon.
All das raubt mir fast den Atem. Ich verschwinde schnell im Badezimmer und als ich auf dem WC sitze, fühle ich mich fast wie damals, als kleines Mädchen: im einzigen Raum dieses Hauses, den man abschliessen durfte. Und vor dessen Schlüsselloch ich immer ein Handtuch hängen musste gegen seine Blicke.
Mir wird mit einem Mal bewusst, dass es hier nichts von mir gibt und vor allem, dass es hier niemals etwas von mir gab. Ich habe zwar hier vegetiert, aber ich habe niemals hier gelebt, niemals eine Spur hinterlassen. Mich als Mensch gab es hier nie.
Ich gehe in mein altes Zimmer. Es ist völlig umgestaltet. Es ist ein Museum im Museum. Aber zu sehen gibt es hier nichts Menschliches, nichts Persönliches. Nur Möbel, dekoriert als Ausstellungsstücke, die niemals benutzt oder verrückt werden dürfen.
Schlafen darf ich in dem Zimmer, in dem ich als Baby und ganz kleines Kind geschlafen habe. Hier stand einmal mein Kleinkinderbett. Es gibt noch ein Foto von mir in diesem Bett. Mein Vater sitzt daneben und liest mir etwas vor. Er war immer der einzige, der sich mit mir beschäftigt hat. Wenn er es nur nicht ausgenutzt hätte.
Inzwischen kann ich meinen Vater wieder umarmen. Das hat viele Jahre gedauert. Ich habe so viele Jahrzehnte keinerlei körperliche Berührung von ihm mehr ertragen können. Aber heute kann ich es wieder, vielleicht auch, um ihm und mir zu zeigen, dass ich keine Angst mehr habe vor ihm.
Die Umarmung meiner Mutter ist so wie schon immer. Es ekelt mich und sie ist wie eine schleimige Krake, die mich aussaugen will, die ihre Bedürfnisse nach Zuwendung an mir stillen will. Ohne Rücksicht, so wie schon immer. Das macht mir auch heute noch grosse Mühe. Sie erpresst mich psychisch, ich kann mich noch immer nicht gegen ihre Spiele wehren.
Als ich im Bett liege, ist es wie immer, wie ich es 19 Jahre lang erlebt und gelebt habe. Ich horche. Auf jeden Schritt, jedes Wort. Ich atme ganz flach, am liebsten wäre ich unsichtbar. Ich liege im Bett wie ein Brett so angespannt vor Angst.
Der Dienstag wird ein Alptraum, ein Alptraum den ich auch seit 19 Jahren kenne. Meine Mutter redet nicht mit meinem Vater, sie schreit nur. Das ist keine Übertreibung, wenn man das nicht erlebt hat, kann man es sich kaum vorstellen. Aber so ist es. Sie hasst ihn, mit jeder Faser ihres Körpers, mit jedem Atemzug, mit jedem Wort und sei es auch noch so unbedeutend möchte sie ihn verletzen. Und er? Auch er fällt in alte Verhaltensmuster zurück, er säuft, er wettert und schimpft und zieht über alles und jeden her: seine Frau, Politiker, die Nachbarn, meine Schwester und ihren Mann, Ausländer, die Stadt, in der sie leben, Gott und die Religion, andere Länder - einfach alles.
Hass - das ist das einzige, was hier wirklich lebt. Der Hass.
Und heute bleibt bei mir die Erleichterung aus, die ich früher immer verspürt habe, wenn er über alles und jeden herzieht. Früher hat es meine Mutter und schliesslich auch mich gerettet, wenn er nicht über sie oder mich hergefallen ist, sondern ein anderes Opfer seines grenzenlosen Hasses gefunden hat. Aber heute? Doch trotz der schrecklichen Stimmung, trotz der schrecklichen Erinnerungen taucht ein wunderschöner Gedanke, eine Erkenntnis in meinem Bewusstsein auf, die die ganze Reise wert war:
Heute bin ich erwachsen. Nicht nur das, ich bin ICH! Ich weiss, wer ich bin (zumindest immer mehr) und ich bin ein eigenes Individuum, eines das einfach bei schlimmen Eltern geboren wurde. Und ich habe als heutige erwachsene Frau, als ICH keine Angst mehr. Die Angst und der Schmerz und die Scham, die ich fühle, gehören zur kleinen, zur jugendlichen Adeva. Und ich weiss, ich muss ihr die Zeit geben, bis all dies vielleicht einmal für sie ausgestanden ist. Aber ICH habe keine Angst mehr!
Die kleine Adeva muss sich trotzdem betrinken, um diesen ganzen Tag durchzustehen. Diesen Tag, der so war, wie 19 Jahre lang alle meine Tage:
- ein Balanceakt, nur Vater und Mutter nicht irgendwie zu verärgern
- ein Verleugnen aller Gefühle, eigenen Regungen, eigenen Wünsche, ein Verleugnen des eigenen Ich
- ein Leben als Schatten, denn am besten wird man nicht gesehen und gehört
- eine unglaubliche Anstrengung der Achtsamkeit auf jede Regung der Eltern, um ihre Launen möglichst abzufangen, ihre Wünsche zu antizipieren, um als Puffer dienen zu können, ja, um dienen zu können
- ein Tag nach einem präziden Protokoll, denn zu jeder Zeit ist vorgegeben, was zu tun ist, wo sich aufzuhalten ist
Am Mittwoch muss ich früher weider wegfahren als gedacht, Ich kann nicht mehr. Ich will nicht sagen, ich habe meine heutige, sehende, erwachte Stärke überschätzt, ich wusste nicht, wieviel ich überhaupt ertragen würde. Dennoch liege ich am Mittwochmorgen im Bett, ich habe kaum geschlafen und bin schon so früh wach. Aber ich kann nicht aufstehen. Denn das Protokoll, das 19 Jahre meine Tage bestimmt hat, schreibt vor, dass zuerst Mutter aufsteht und dann Vater und dann ich (dies war früher das Wochenend-Protokoll, das nun für alle Tage gilt). Ja und da ist ja auch die Alarmanlage, die es mir verunmöglicht, den oberen Stock mit den Schlafzimmern zu verlassen.
Ich ertrage es kaum, liegen zu bleiben. Vor allem der Geruch, der Geruch. Er ist noch immer derselbe wie früher und er transportiert schlimme Erinnerungen.
Als ich dann endlich das Haus verlassen kann, denke ich, ich möchte sie mitnehmen: die kleine Adeva von 4 Jahren, die sich so schämt, und das hässliche Entlein von 14 Jahren, das so unendlich traurig und einsam ist. Denn irgendwie sind sie beide noch immer hier eingesperrt. Ich stelle mir ganz fest das Bild vor, wie ich die kleine Adeva auf meine Arme nehme und Schritt für Schritt aus diesem Haus trage und wie ich das hässliche Entlein an der Hand nehme und mit ihr Schritt für Schritt aus dem Haus gehe und weit fort.
Ich fahre los voller verwirrender Gedanken, Gefühle und Bilder:
Ich habe erlebt, dass ich heute ICH bin. Ein eigenständiges Wesen. Dafür hat sich dies alles gelohnt.
Ich habe die kleine Adeva und das hässliche Entlein zumindest ein Stück weit aus diesem Haus befreien können.
Ich fühle wieder, dass ich ein Zuhause und mein eigenes Leben habe, 500km weit weg von diesem Haus, von diesen beiden Menschen.
Diese beiden Menschen stehen an der Strasse und winken und sind traurig, dass ich gehe. Denn ich nehme den einzigen Sonnenstrahl mit, den es in diesem Haus gibt, das einzige Lachen, die einzige Barriere gegen den Hass gegeneinander und gegen die Welt. Und sie tun mir leid!
So viele verschiedene Gedanken und Gefühle in mir!
Ich schreibe dies hier, weil es für mich ein grosses Zeichen der Hoffnung ist und vielleicht ist es ja auch für noch jemanden ein solcher Lichtblick der Hoffnung. Das wünsche ich mir!
Hy,
bei mir wurde vor 3 monaten eien schwere Depression festgestellt. Monate ließ ich mich von Alpträumen plagen ohne etwas zu Unternehmen. Nachdem es so schlimm wurde das ich nur die Augen schließen musste um "Böse" Bilder zu sehen entsied ich mich zum Arzt zu gehen... und bekam sofort hilfe.
Ich hilt es lange für mich geheim da ich aber noch zu Hausen lebe musste ich es meinem Eltern nach der 2. therapie std. sagen. Meine befürchtungen was ihr verhalten dazu anging sah ich in den Moment bestätigt.
Sie wurden Agressiv und wenn es mir richtig mies geht werde ich nur angeschrieen. Wenn ich einen Alptrau habe heißt es ich seie selber schuld. Würde im selbstgemachten Leid baden und auf Mitleid warten weil ich immer im Mittelpunkt stehen will. Das ist ganz schön hart und ich weiß ncht wie ich damit umgehen soll.
Hat einer von euch auch solche Bekannten die so reagieren? So wie meine Eltern reagiert haben ist es wohl verständlich das ich mich nicht traue anderen zu sagen was mit mir ist. Meint ihr es wäre sinnvoll es mal meiner besten Freundin zu erzählen? Ich habe angst die aber dann zu verlieren.
hier möchte ich mal meine Gedanken niederschreiben, zur Zeit sind sie leider meistens eher trübe und dunkel als aufbauend. Mal schauen was ich alles zusammen bekomme. Wem es nicht gefällt - der braucht es nicht lesen.
Meine Thera meinte es sei schlau ein Tagebuch zu führen und ich will dass mal in solche einer Form ausprobieren.
Nun wo soll ich anfangen...schwierig, denn es fällt mir sehr schwer, was über mich zu erzählen.
Ich werde jetzt einfach mal niedertippseln was mich so beschäftigt, wenn jemand lust hat kann er/sie gerne auf meine Beiträge eingehen und antworten.
Würde mich auf jeden Fall freuen, denn das hilft mir auch hier dran zu bleiben, spr